Metroid Prime 4: Beyond kommt mit epischer Atmosphäre, aber einigen fragwürdigen Entscheidungen

Metroid Prime 4: Beyond erscheint für die Switch 2 mit unglaublichem Gameplay und atemberaubender Grafik, leidet aber unter frustrierenden Herausforderungen und einer unentschlossenen Erzählung.

Metroid Prime 4: Beyond kommt mit epischer Atmosphäre, aber einigen fragwürdigen Entscheidungen

Metroid Prime 4: Beyond erscheint für die Switch 2 mit dem Gewicht von 20 Jahren Warten

Die Kopfgeldjägerin Samus Aran kehrt endlich in großem Stil zurück, aber ihre triumphale Rückkehr ist nicht perfekt. Metroid Prime 4: Beyond ist im Dezember 2025 für die Nintendo Switch 2 erschienen und beendet damit eines der längsten Warten in der Geschichte der Spiele. Entwickelt von Retro Studios nach einem turbulenten Neustart, versprach das Spiel, das Erbe der Ego-Shooter-Serie zu ehren. Die Mission selbst ist elektrisierend: Erkunde den Planeten Viewros, meistere neue psychische Fähigkeiten und steuere das wendige Motorrad Vi-O-La. Die Frage, die sich jeder brasilianische Fan stellte, war jedoch einfach: Hat sich das Warten gelohnt? Die Antwort ist nach stundenlanger Analyse ein klares „fast“. Wir haben im Kern ein exzellentes Spiel gefunden, das mit aller Kraft glänzt, aber auf Designfehler stößt, die den Glanz des Erfolgs etwas trüben.

Für das brasilianische Publikum, das an die Qualität von Nintendo gewöhnt ist und sich noch vom Erfolg von Metroid Prime Remastered erwärmt, waren die Erwartungen hoch. In Beyond ist Samus nicht ganz allein. Zum ersten Mal interagiert sie in bestimmten Momenten mit Soldaten der Föderation, was der klassischen Formel der Isolation neue Dynamik verleiht. Auf diese Weise gleicht das Spiel die introspektive Atmosphäre, die die Serie berühmt gemacht hat, mit spektakuläreren Actionszenen aus. Das Ergebnis ist ein Erlebnis, das in den meisten entscheidenden Momenten überzeugt, aber aufgrund einiger fragwürdiger Entscheidungen das Gefühl hinterlässt, dass es noch runder hätte sein können.

Der Höhepunkt und der Fall: Wenn das Gameplay glänzt und wenn es stolpert

Die Navigation durch die Umgebungen von Viewros ist größtenteils eine reine Freude. Der Kampf ist unglaublich reaktionsschnell und befriedigend, insbesondere mit den Bewegungssteuerungen der Switch 2 und der präzisen Zieloption, die an die Flüssigkeit einer Maus erinnert. Die Grafik ist atemberaubend und nutzt die Hardware der Konsole hervorragend aus. Darüber hinaus ist die Einführung des Vi-O-La-Motorrads ein absoluter Erfolg, da es explosive Mobilität bietet und sowohl bei der Erkundung als auch in Verfolgungssequenzen Spaß macht. Das Spiel macht jedoch seltsame Fehler, die diesen virtuosen Rhythmus durchbrechen.

Der größte Schuldige sind die psychischen Kräfte. Obwohl sie wie eine interessante Ergänzung klingen, ist ihre praktische Ausführung unnötig kompliziert. Um grundlegende Aktionen wie das Aktivieren einer telekinetischen Bombe auszuführen, muss der Spieler eine Befehlssequenz ausführen, die eher wie bürokratische Arbeit wirkt als wie die Fähigkeit einer intergalaktischen Kopfgeldjägerin. Diese künstliche Komplexität schafft frustrierende Reibung inmitten eines ansonsten so ausgefeilten Gameplays. Mit anderen Worten, das Spiel scheint an bestimmten Stellen gegen sich selbst zu kämpfen.

Verwirrende Herausforderungen und ein zahnloser Bösewicht

Diese Inkonsistenz wird bei einigen Feindbegegnungen noch deutlicher. In einem bestimmten Abschnitt des Eisgürtels wirft das Spiel eine Schar lupinenartiger Kreaturen auf den Spieler, ohne klare Hinweise auf die ideale Strategie zu geben, um sie zu besiegen. Das Ergebnis? Viele Versuche, Fehler und diese Frustration, die sich unfair anfühlt. In der Zwischenzeit mangelt es auch der Erzählung an Zögern. Die Präsenz des Antagonisten Sylux, auf die sich die Hardcore-Fans so gefreut haben, wird am Ende unterentwickelt. Sein dramatisches Potenzial scheint verschwendet.

Ebenso scheint Samus' eigener Bogen im Konflikt zu stehen. Die Handlung versucht manchmal, der Figur mehr emotionale Tiefe zu verleihen, zieht sich aber bald auf die symbolische Stille zurück, die sie immer definiert hat. Daher scheint Beyond ein Titel zu sein, der zwischen Innovation und Tradition gespalten ist, zwischen dem Wunsch, eine neue Geschichte zu erzählen, und der Verpflichtung, ein klassischer „Metroid Prime“ zu sein. Diese doppelte Identität ruiniert das Erlebnis nicht, aber sie hindert es daran, einen legendären Status zu erreichen.

Fazit: Eine essentielle Reise auf der Switch 2, mit einigen Umwegen

Zweifellos: Metroid Prime 4: Beyond ist ein großartiges Spiel. Die Ego-Erkundung ist fesselnd, das Karten-Design ist intelligent und das Gefühl, Samus Aran zu sein, wurde noch nie so gut übersetzt. Es ist eine triumphale Rückkehr für eine der wichtigsten Heldinnen von Nintendo und ein großartiger Grund, im Januar 2026 eine Switch 2 zu besitzen. Für den brasilianischen Fan, der die gesamte Saga verfolgt hat, überwiegen die Momente puren Vergnügens und Entdeckung bei weitem die schlechten Teile.

Dennoch kann man nicht so tun, als gäbe es keine Stolpersteine. Die schlecht kalibrierten Kampferlebnisse und die wenig intuitiven psychischen Mechaniken trüben ein Werk, das der Größe sehr nahe kommt. Das Gefühl, das bleibt, ist, dass Beyond mit einer strengeren Endbearbeitung das definitive Spiel der neuen Konsole hätte sein können. So ist die Schlussfolgerung klar: Samus ist zurück, mächtig und beeindruckend, aber ihre letzte Mission beweist, dass selbst Legenden manchmal ausrutschen können.